Jörg Haberland

Haberlands Arbeiten wollen offenbar nicht nur als ästhetische Erscheinung betrachtet und Wortkategorien wie „schön“ oder “interessant” zugeordnet werden. Sie wollen jenseits dieser – ja gewiß akzeptierbaren ‘‘Oberfläche“ – mit uns in eine andere Form von Gespräch kommen, für die möglicherweise eine ausharrende, schweigende, meditative Betrachtung die Voraussetzung ist. Vielleicht, um am Ende den Wert zu erlangen, den Susan Sontag in ihrem Essay “Gegen Interpretation” als den höchsten und befreiendsten in der Kunst ansieht: Transparenz. “Transparenz meint die Erfahrung der Leuchtkraft des Gegenstandes selbst, der Dinge in ihrem Dasein”, wobei hier, bei Haberland, zu den “Dingen“ das Wort gehört, die Schrift.