Klaus Dieckhoff

Es ist nicht ganz leicht, die Bilder von Klaus Dieckhoff zu beschreiben, denn wie gesagt: sie greifen nicht auf einen Erfahrungsschatz der motivischen Welt zurück. Insofern bleiben als Vokabular bei der Beschreibung nur Begriffe, die rein malerischen Kategorien folgen: Farbe, Rhythmus, Struktur, Ordnung sind solche Begriffe, mit denen man das Geschehen in Dieckhoffs Bildern fassen könnte.

Zunächst einmal fällt auf, dass es in keinem Bild eine Komposition im üblichen Sinne gibt: Die Farb- und Formgeflechte kennen kein Zentrum und keine Peripherie, sondern erstrecken sich als richtungsloses Kontinuum über die Fläche im Sinne eines all over, wie wir es vom Erfinder dieses Prinzips, dem Altmeister des Abstrakten Expressionismus Jackson Pollock, kennen.

Obwohl es keine Motive gibt, lassen sich doch Formen und Strukturen festmachen, die zum Teil aus Liniengeflechten bestehen, sich wie bei „Ypsilon“ graphischen Zeichen annähern können, ohne diese jemals zu sein, oderschließlich auch nur aus gleichförmigen Pinselstrichen zusammensetzen, die eine rudimentäre Formeinheit bilden.