Christian Wichmann

Sie sehen aus wie geheimnisvolle wissenschaftliche Apparaturen, wie futuristische Steuerungskonsolen oder phantastische biomorphe Gebilde mit Tentakeln, sie muten wie experimentelle Versuchsanordnungen an, die in ihrer differenzierten, zum Teil durchaus grellen Farbigkeit Messergebnisse in Licht umwandeln.

Neben vorgefundenen Objekten, denen er mit weißem oder farbigem Licht Leben einhaucht, entwickelt er zusätzlich Formen, die er in Zusammenarbeit mit der Glashütte Lamberts (Waldsassen) in koloriertem original echt-antikem, im Mundblasverfahren hergestelltem Glas fertigen lässt und in seine Arbeiten integriert. Der Kontrast zwischen robustem, milchig-trübem und fragilem, durchscheinendem Material potenziert die Kraft der Lichtfarben. Die dreidimensionalen Konstruktionen in Verbindung mit Licht greifen, obwohl statisch und ohne zeitliche Lichtmodulationen, Grundgedanken zu Lichttechnik, Architektur und Bühne des am Bauhaus Weimar und Dessau lehrenden Ungarn Moholy – Nagy (1895 -1946) auf und leiten diese konsequent aus der eigenen Auseinandersetzung mit dem malerischen Umgang mit Farbe ab. Weitere Assoziationen an Lichtstimmungen aus Filmsequenzen von Andrei Tarkowski (Stalker), David Lynch (Blue Velvet/ Lost Highway), Wim Wenders (Paris Texas), an amerikanische Leuchtreklamen in Großstädten und an Highways bieten sich bei der Betrachtung und dem physischen Erleben der Lichtobjekte durchaus an.

Christian Wichmann entwickelt Lichtobjekte für den Innen- und Außenraum, die räumliche Dimensionen und Helligkeit/Dunkelheit ihres Umfeldes subtil aufnehmen und in Farbenergien umwandeln.

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