Ergül Cengiz

Mit ihrer Bearbeitung des Ursprungsmaterials überlagert und verwebt die Künstlerin die unterschiedlichen Biografien ihrer eigenen wie die der angetrauten Familie, implizit natürlich aber auch all jene Leben der Personen aus den kleinen und großen Orten der Karte. Und sie reflektiert die konstruktivistische Natur von Grenzziehungen und Kartierung, Fragen von Perspektive, Peripherie und Zentrum. Wie ein Puzzle sind die einzelnen Linoldrucke aneinandergelegt, ihre Technik macht sie beliebig erweiterbar – ein subtiler Kommentar auf die Pluralität und Gleichwertigkeit von Perspektiven.